Das Ende der Nahversorgung in Altlengbach?

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\nGemeinderat Hans Steinberger: "Ohne nachhaltiges Ortskernkonzept für das Zentrum von Altlengbach wird's nicht gehen"

Nun ist im Ortszentrum endgültig tote Hose. Nach der Post ist nun auch die Nahversorgung weg. Ortskernkonzept gibt es immer noch keines, die Zukunft der Nahversorgung ist unklar.

Mit Jahresende 2010 hat der einzige Nahversorger Altlengbachs, der „ADEG Wieser“ sein Geschäft für immer geschlossen. Wie es mit der Nahversorgung künftig in der Gemeinde aussieht, ist völlig offen.

„Für viele Menschen ist die Schließung des ADEG-Wieser natürlich ein schwerer Schlag“, weiß ÖVP-Gemeinderat Hans Steinberger. „Gerade für die kleinen Einkäufe, für das, was man im Supermarkt vergessen hatte oder weswegen man nicht extra nach Neulengbach fahren wollte, war unser Nahversorger eine wichtige Einrichtung.“

"Mit der Schließung des ADEG-Marktes ist das Ortszentrum von Altlengbach wirtschaftlich vorerst so gut wie tot“, befürchtet Steinberger. „Der Nahversorger schließt, das Postamt steht ebenfalls vor der Schließung. Damit bleiben nur noch die Trafik, der Kirchenwirt das Cafe Tschesl und „Die Blume“ übrig.“

„Es gibt viele Gründe dafür, warum es nun zu dieser Misere gekommen ist. Wir von der ÖVP sind allerdings davon überzeugt, dass ein Nahversorger in Altlengbach auch wirtschaftlich überleben kann, wenn alle politischen Kräfte an einem Strang ziehen und sich darum bemühen. Die Gemeindepolitik kann sicherlich mithelfen, die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Besonders brisant wird der Verlust des Nahversorgers in Altlengbach durch die fast zeitgleiche Schließung des kleinen Billa-Marktes in Innermanzing. „Es gibt viele Menschen, vor allem ältere Semester, die nun kaum noch eine Möglichkeit zum täglichen Einkauf von Kleinigkeiten haben.“

Man hört, dass der Vizebürgermeister nun in Verhandlungen mit alternativen Anbietern und neuen Betreibern steht. „Ich kann nur hoffen, dass alles unternommen wird, damit es im Ortszentrum auch künftig eine Einkaufsmöglichkeit gibt“, so Steinberger. „Die ÖVP bietet hier jede nur denkbare Unterstützung und Mithilfe an, auch wenn wir bislang in keine Gespräche eingebunden worden sind.“ Der Ball liegt aber auch bei der Gemeindeführung, ein Konzept vorzulegen, wie die Nahversorgung künftig sichergestellt werden soll.